Exchange-traded fund (ETF)

Aus Börsenwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ein Exchange-traded fund (ETF) ist ein Investmentfonds, der an einer Börse gehandelt wird. Dieser hält Vermögenswerte wie Aktien, Rohstoffe oder Anleihen. Er wird im Laufe des Tages nahe dem Nettovermögenswert gehandelt. Die meisten ETFs bilden einen Index nach, wie beispielsweise einen Aktien- oder Anleihenindex. Die Vorteile von ETFs sind niedrige Kosten, eine niedrige Steuerbelastung (in den USA) und aktienähnliche Eigenschaften. Seit 2013 sind ETFs das beliebteste börsengehandelte Wertpapier.

Nur autorisierte Händler, Börsenmakler oder Market-Maker, die einen Vertrag mit dem ETF-Händler haben, können tatsächlich ETF-Anteile direkt vom ETF kaufen oder an diesen verkaufen. Diese Anteile können nur in bestimmten (bei der Gründung des ETFs festgesetzten) Einheiten gehandelt werden. Beim Tausch dieser Anteile werden die zugrundeliegenden Wertpapiere übertragen. Autorisierte Händler können langfristig in ETFs investieren und gleichzeitig als Market Maker an der Börse auftreten. Da sie in der Lage sind die (ursprünglichen) Einheiten samt den zugrundeliegenden Wertpapieren zu tauschen, sorgen sie für ausreichend Liquidität der ETF-Anteile und dafür, dass der Wert der ETF-Anteile im tagesverlauf dem Vermögenswert der zugrundeliegenden Wertpapiere entspricht. Kleinanleger, die über den Broker oder die Hausbank kaufen, handeln Anteile auf dem Zweitmarkt.

Ein ETF verbindet das Bewertungsmerkmal eines Investmentfonds, der gekauft oder verkauft werden kann am Ende eines Börsentages um den Wert des Nettovermögens, mit der Handelbarkeit eines Geschlossenen Fonds, der während des gesamten Handelstages zu Preisen gehandelt wird, die mehr oder weniger dem Nettovermögenswert entsprechen. Geschlossene Fonds sind keine ETFs, obwohl sie Fonds sind und an Börsen gehandelt werden. ETFs existieren in den USA seit 1993, in Europa seit 1999. ETFs gehören traditionell zu den Index-Fonds. 2008 gibt es auch aktiv verwaltete ETFs.

In den USA sind ETFs steuerbegünstigt. Steuern fallen erst beim Verkauf des Fonds beim Investor an. In den meisten europäischen Ländern müssen die ETFs selbst Steuern auf Gewinne abführen. Daher ist der Markt für ETFs in Europa um einiges kleiner als in den USA. Ende 2016 wird der weltweite ETF Markt auf mehr als drei Billionen Dollar geschätzt. Es existierten mehr als 1800 unterschiedliche ETF Produkte, für unterschiedlichste Märkte, Nischen und Anlagestrategien.

Funktion eines ETF:

Funktion ETF.png