Der Unterschied zwischen A und B Klasse Aktien

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Manche Firmen trennen die Stimmrechte von den Stammaktien und schaffen dabei unterschiedliche Aktien Klassen, welche in A und B Klassen geteilt werden. Diese Praxis ist eher in den USA geläufig.

A Klasse Aktien werden zwar an Aktionäre ausgeben, haben aber nur ein geringes Mitspracherecht. Die Stimmrechtsaktien werden in B Klasse Aktien gesammelt. Diese werden gerne von den Unternehmensgründern gehalten und notieren häufig nicht an der Börse.

Diese Aufteilung der Aktien ist eine Möglichkeit wie Eingenkapitalfinanzierungen über die Börse durchgeführt werden können, ohne den Einfluss oder die Kontrolle über das Unternehmen zu verlieren.

Die Vor- und Nachteile dieser Konstruktion können sein:

  • A Aktien sind weniger begehrenswert und sind üblicherweise etwas günstiger als die Stimmrechtsaktien der B Klasse.
  • Die Trennung der Stimmrechte kann feindliche Übernahmen verhindern. Gleichzeitig wird es schwieriger das Management auszutauschen, falls B-Klasse Eigentümer an diesem festhalten.
  • Grundsätzlich könnten B Aktionäre versucht sein eher im eigenen Interesse zu handeln, als für die Gesammtheit der Aktionäre.


Beispiele für zwei Klassen Aktionäre: Google, Facebook, Berkshire Hathaway (Warren Buffett), Visa, ...